Regestnummer: 3282
Absenderort und Abfassungsdatum: Bonn, 25. Juli 1543
3281 M. an Johannes Caesarius [in Köln].
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[0] Da der [Bonner Land]tag noch nicht beendet ist, berichtet M. auch über die vorhergehenden Beratungen.
[1] Bevor [Eb. Hermann von Köln] die Reformschrift [ 3239.1] [abschriftlich] publizierte, ließ er sie sich vorlesen, wofür fünf Tage je fünf Stunden benötigt wurden. Der Koadjutor [Gf. Adolf von Schaumburg], [der Domdekan] Gf. [Heinrich] von Stolberg, [Anton] Husman, [Dietrich ter Laen aus] Lennep, [Dietrich von] Büchel und M. waren zugegen. M. bewundert die Aufmerksamkeit des Eb.s und seine Bildung und Klugheit in der Diskussion problematischer Stellen, für deren Änderung er klare Anweisungen gab, das Ergebnis langjähriger Überlegungen und des sicheren Umgangs mit der Bibel, die ihm in der letzten Wittenberger Ausgabe [→WA Bibel 11/2, XIII] von Luthers Übersetzung zur Hand war. M. erzählte dies oft, heute auch den Gff. [Dietrich IV.] von Manderscheid und [Wilhelm] von Neuenahr, die Bucer und M. zu sich gerufen hatten.
[2] Im Landtag stimmten Grafen, Ritter und Städte der [»Kölner Reformation«] zu, die Abgeordneten des Kölner Domkapitels, nämlich der Bruder des Eb.s [Friedrich von Wied], Gf. [Heinrich] von Stolberg, Gf. [Christoph] von Gleichen, Hieronymus [Einhorn] und allen voran [Johannes] Gropper, dagegen, und dies, obwohl die Bestimmungen über die Kollegiatstifte und die kirchliche Hierarchie konservativ sind — was M. schon oft auf den Reichstagen befürwortet hat.
[3] Gebet und Empfehlung.
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  Fundort:
CR 5, 148f Nr. 2730; MSA 9, Nr. 444.

MBW.T 12
 
  Datierung:
 
  Nachträge:
 
   
Textsorte: Brief Abfassungsdatum: 25. Juli 1543
Absender: Melanchthon Empfänger: Caesarius, Johannes
Absenderort: Bonn Empfängerort: Köln